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An unknown young and dead author

Wenn ich nur wüßte, warum ich schon wieder hier stehe. Hier stehe und darauf warte, dass die Sonne mir mein Gesicht versengt.
Ich hasse den Tag, jeden neuen Tag. Besonders hasse ich die Stunden vor dem Sonnenaufgang. Wenn alle Leute noch schlafen erscheint die Welt so friedlich. Trügerisch will sie mir vorgaukeln, alles sei in bester Ordnung.
Heute. Heute wird alles besser werden als gestern. Oder vielleicht auch erst morgen. So ist es immer. An jedem neuen Morgen.

Während ich der Sonne zusehe, wie sie langsam aus ihrem Versteck hervor kriecht, werde ich müde, sehr müde. Ich konnte noch nie besonders gut in der Nacht schlafen, so auch heute nicht.
Die ersten Menschen erwachen, während ich nur schlafen will. Wie Würmer winden sie sich tagein, taugaus aus ihren Betten, während ich nur schlafen will. Sie stehen auf, ziehen sich an, frühstücken, gehen zur Arbeit, während ich nur schlafen will. Sie arbeiten den ganzen Tag, kommen nach Hause, arbeiten dort weiter, während ich nur schlafen will. Wenn sie sich ins Bett legen, werde ich wach, obwohl ich lieber schlafen will. Ich möchte immer nur schlafen, immer nur noch schlafen, bis ich geweckt werde von dem, der mir fehlt. Oder von etwas. Oder...ich weiß es nicht.
Warum nur ist man so unzufrieden?

Ich gehe auch zur Arbeit. Wie immer. Ohne Schlaf, ohne Frühstück, ohne dieses falsche Lächeln auf den Lippen, das manche Menschen schon in den frühen Morgenstunden auf den Lippen tragen.

Die Leute um mich herum scheinen mich zu erdrücken. Ihre Oberflächlichkeit macht mich krank. Sie geben alle vor zusuchen, doch in Wirklichkeit suchen sie nichts. Geben sich mit ihrem erbärmlichen Leben zu Frieden und funnktionieren wie Maschinen.

Ich wünschte, ich könnte wieder schlafen.
Ich schließe meine Augen.
Nur die drei Stationen bis zum Hauptbahnhof!
Ich schließe meine Augen und stelle mir vor zu schlafen. Ich sehe alles um mich herum, aber ich schlafe dennoch. Ich frage mich wieder einmal, auf was ich, verdammt noch mal, warte. Den ganzen Tag, die ganze Nacht. Nichts fehlt mir, alles habe ich. Warum bin ich nur so unzufrieden? Warum muss mich ständig einer anrempeln? Sieht er mich denn nicht? Hat er mich denn nicht gesehen? Sieht mich denn niemand? Hört mich denn niemand?

Ich schreie.
Ich schreie!
Doch niemand sieht mich an.
Ich schreie!! Warum hört mich denn niemand?! Ich schreie!!!

Dunkelheit und Licht. Beides ich.
Es ist bald Weihnachten und ich sehe einen Engel.
Ist er gekommen um mich zu befreien?
Aus den Ketten zu befreien, die in meinem Gefängnis mir von mir selbst angelegt wurden?
Oder gar um mich zu erlösen, damit ich ewig schlafen kann?
Oder muss ich das selbst tun?

"Ich liebe dich," sagt der Engel, doch es ist meine Stimme, die ich da höre, mein Gesicht, das mich da ansieht.
Nein, nein, nein! Das kann nicht sein!
Man kann mich nicht lieben!! Ich bin nicht liebenswert!!!
Bin es nicht wert.
Der Engel wendet sich ab, er geht weg. Ich kehre mir den Rücken zu.
Wie immer.
Und warte, dass der Engel wiederkommt, mich selbst zu lieben.
17.10.06 14:54
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


crina (19.10.06 23:13)
ist mir gerade zuviel zu lesen .. aber schön dass du auch noch lebst
<3


Lea (20.10.06 20:35)
krass


sarü (23.10.06 07:41)
wuhu miffy is alive! =)

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